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Die Armee der Junggebliebenen PDF Drucken E-Mail

Die Senioren von heute sind eigentlich gar keine Senioren. Schon der Begriff „Senioren“ ist für diese Zielgruppe unpassend – oder „bemehltaut“, wie es Dr. Andreas Kaapke, Geschäftsführer des Instituts für Handelsforschung an der Universität Köln, ausdrückt. Und wie Senioren will sich die „silberne Generation“ auch nicht fühlen…

Kurse für Junggebliebene bei Sport am Ring

Sport am Ring bietet speziell konzipierte Übungsstunden für ältere Mitglieder an, darunter auch eigens für diese Zielgruppe zusammengestellte Kurse.

Einfach mal nachfragen!


Alt werden? Lieber fit bleiben!

Mick Jaegger, Cher oder Udo Jürgens leben es uns vor: „Mit 66 fängt das Leben an!“ Pensionsalter? Ruhestand? Weit gefehlt! Menschen jenseits der 59 sind heute aktiver als je zuvor: 60-Jährige feiern Siege im Motorsport, 70-Jährige laufen Marathon. Wenn am Nürburgring jemand seinen Motorradhelm abnimmt, kommt immer öfter graues oder weißes Haupthaar hervor: Alter ist heute kein Grund mehr, etwas an seinen Lebensgewohnheiten zu ändern. Und diese Gewohnheiten stammen aus der Zeit, als der Rock´n´Roll laufen lernte!

Es ist eine Tatsache: Heute fühlen sich ältere Menschen in der Regel zehn bis fünfzehn Jahre jünger als ihr biologisches Alter es ihnen vorgibt. Reife und Erfahrung verbinden sich ab 60 mit einer neuen körperlichen und geistigen Fitness, die die Fitnessindustrie gerne unterstützt. Zumal diese Nachkriegsgeneration schon immer Sport getrieben hat – vom Fußball über Tennis bis zum Golf. Die „jungen Alten“ kennen sich aus in Sachen Fitness.

Fit bleiben – jung fühlen

Um diese Fitness zu erhalten, gibt es immer mehr spezielle Angebote für die „silberne Generation“. Denn Sport hat Auswirkungen auf viele Bereiche des älter werdenden Körpers: Das Gedächtnis wird gestärkt, durch den Muskelerhalt und -aufbau wird dem Knochenbruch vorgebeugt und es kommt zur Begegnung mit anderen Altersgruppen.

„Ich habe noch 20 Jahre vor mir“, sagt ein jung aussehender 69-Jähriger und stemmt Gewichte, „da muss ich noch lange fit bleiben!“ Beim Blick in die Fitness-Studios finden sich immer mehr Menschen, die älter als 50 Jahre sind. Auch bei Sport am Ring in Adenau steigen die Zahlen.

Was gut für das Herz ist, ist gut für das Gehirn!


Damit der Körper weiter mitmacht

Das bewusste Erleben der eigenen Fitness fühlt sich einfach gut an, das wirkt sich wiederum positiv auf die Lebenseinstellung und den gesamten Alltag aus. Sportliche Junggebliebene leiden seltener unter Arthrose und Demenz. In Studien zeigte sich, dass Männer und Frauen über 65 Jahre, die sich täglich 15 bis 30 Minuten körperlich und sportlich betätigten, seltener Symptome der Alzheimer-Krankheit entwickelten, selbst, wenn sie bereits an Alzheimer erkrankt waren. Für diesen Effekt gibt es viele Gründe: Es gibt nachweisbare Effekte körperlicher Fitness auf die Beweglichkeit des Geistes. Sprich: Was gut für das Herz ist, ist gut für das Gehirn.

Sportliche Betätigung hilft, den Blutdruck und den Blutzucker zu senken, die Sauerstoffzufuhr ins Gehirn wird verstärkt und das Herz-Kreislauf-System in Schwung gehalten. Sport wirkt außerdem nachweislich Ängsten, Stress und Depressionen entgegen. Bewegung entspannt, die Stimmung und das Selbstbewusstsein steigen. Dazu kommt der gesellige Austausch beim Besuch von Gymnastik- oder Tanzkursen, der dem Sport eine unterhaltsame Seite gibt.

Sportarten, die am besten passen

Die Wahl der Sportarten ist von Mensch zu Mensch verschieden, das hängt vor allem von der individuellen körperlichen Verfassung ab. Rückfragen beim Arzt machen auf jeden Fall Sinn, damit auf bereits bestehende gesundheitliche Probleme Rücksicht genommen werden kann. Besondere Vorsicht ist bei Herz-Kreislauferkrankungen (Bluthochdruck, Herzproblemen), Stoffwechselkrankungen wie Diabetes oder Erkrankungen am Bewegungsapparat geboten.

Besonders gut geeignet für die „silberne Generation“ sind Ausdauersportarten, die zugleich die Beweglichkeit verbessern, etwa Nordic Walking, Radfahren, Joggen und Cardiofitness im Fitness-Studio. Es empfehlen sich auch Kurse für Gymnastik, zum Beispiel Rückengymnastik, Pilates und leichtes Krafttraining. Grundsätzlich empfehlen Experten eine „Tagesration Bewegung“ von durchschnittlich 30 bis 45 Minuten.

Sport muss nicht nur im Fitness-Studio oder in Kursen absolviert werden: Einfach mal die Treppe statt der Rolltreppe oder den Fahrstuhl nehmen! Spazieren gehen oder Fahrrad fahren statt fernsehen bietet sich ebenfalls an. Nach dem Sport fühlt sich auch die ältere Generation einfach wohler. Und wer neu einsteigt in Sachen Sport und nach dem Training mit Muskelkater zu hat, weiß vor allem eins: Es tut sich was – wieder ein Jahr gewonnen!